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KULTUR |
26.07.2010 |
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Geheimgang aus dem Mittelalter entdeckt
Einen Geheimgang aus dem Mittelalter hat ein Landwirt in Schardenberg (Bezirk Schärding) entdeckt. 14 Meter des 800 bis 900 Jahre alten Gangsystems, von Archäologen als "Erdstall" bezeichnet, sind noch erhalten.
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Bei Grabungsarbeiten auf Erstall gestoßen
Der Landwirt Robert Schano entdeckte die alten Gänge, als der Bagger eine Grube für einen Kellerraum aushob. Dabei kam in zwei Metern Tiefe ein Hohlraum zum Vorschein. Forscher vom Landesverein für Höhlenkunde in Oberösterreich stellten fest, dass es sich um einen von Menschenhand geschaffenen unterirdischen Geheimgang handle, der auch als "Erdstall" bezeichnet wird.
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Gänge immer wieder benutzt
 In diesem Erdstall fand sich Keramik aus dem 12. bis 15. Jahrhundert. Diese belege, dass die Gänge im Laufe der Zeit immer wieder benutzt worden seien, so eine Presseaussendung des oberösterreichischen Landesarchivs.
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Noch 14 Meter erhalten
Eine kleine Kammer, von der drei Gänge, die nur kriechend passiert werden können, in unterschiedliche Richtungen führen ist noch erhalten. Die Gänge wurden am Ende mit Erdreich gefüllt, vom ursprünglichen Gangsystem sind noch 14 Meter erhalten.
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Zufluchtsanlage
 Das mittelalterliche Bauwerk sei als Zufluchtsanlage angelegt worden, so der Erdstall-Experte Josef Weichenberger vom Oberösterreichischen Landesarchiv. Wenn Räuberbanden durchs Land zogen, hätten sich Frauen und Kinder hier - wie vom Erdboden verschluckt - versteckt.
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Der neu entdeckte Erdstall soll nach Möglichkeit einen gemauerten Eingang bekommen und für die Zukunft erhalten werden, denn heute seien nur noch wenige dieser Anlagen erhalten.
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