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MI | 11.04.2012
Linzer Auge "gekentert" (Bild: ORF)
CHRONIK
"Linzer Auge" im Hochwasser gekentert
Das "Linzer Auge", die grüne, schwimmende Plattform aus Stahl, die eigentlich vor dem Ars Electronica Center in Linz ihre Runden drehen sollte, hat sich im Hochwasser losgerissen und verkeilte sich dann an einer Anlegestelle.
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Das "Linzer Auge" im Hochwasser
Linzer Auge (Bild: Klaus Zacherl)
Die Pannenserie rund um das "Linzer Auge" nimmt kein Ende. Nachdem das Projekt der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für das Kulturhauptstadtjahr Linz09 nach einer Reihe von Problemen abgebaut werden musste und erst seit einem Monat einwandfrei funktioniert, ist es in der Nacht auf Freitag beinahe zur Gänze untergegangen.
300 Meter abgetrieben
Die Hochwasser führende Donau riss das "Linzer Auge" aus seiner Verankerung und trieb es an die 300 Meter ab. Aufgehalten wurde es von einer Schiffsanlegestelle auf der Urfahranerseite der Donau. Dort geriet es unter die Anlegestelle und verkeilte sich zwischen Schiffsanlege und Ufer.
"Linzer Auge" unter Wasser
"Linzer Auge" gekentert (Bild: APA/rubra)
Der Präsident der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten, Rudolf Kolbe, sagte im August 2009 in einem Interview mit dem ORF Oberösterreich über das "Linzer Auge": "Es ist statisch so ausgelegt, dass es auch ein mehrhundertjähriges Hochwasser theoretisch aushält."
Linzer Auge "gekentert" (Bild: ORF) Lage "sehr instabil"
Mit drei Stahlseilen konnte die Feuerwehr das "Linzer Auge" in einem mehrstündigen und komplizerten Einsatz befestigen. Derzeit ist die Lage aber laut Andreas Koch von der Berufsfeuerwehr "sehr instabil".

Sollte eines der Seile reissen, "besteht die Gefahr, dass die Konstruktion unter dieser Schiffsanlege durchgezogen wird und dann ist sie frei im Wasser." Angelegte Schiffe oder die Eisenbahnbrücke könnten dann durch die in der Donau treibende Plattform beschädigt werden.
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Schwierige Bergung
Sobald die Donau wieder den Normalpegelstand erreicht, soll geklärt werden, wie das gekenterte "Linzer Auge" geborgen werden kann. Die Feuerwehr rechnet damit, dass Freitagnachmittag oder Samstagvormittag das Linzer Auge aus der Donau geborgen werden kann.
Wasser im Ars Electronica Center
Im Ars Electronica Center wurde über einen Kanal Wasser in das Gebäude gedrückt. Die Berufsfeuerwehr Linz war an die fünf Stunden damit beschäftigt, das AEC wieder vom Wasser zu befreien.
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