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GESUNDHEIT |
31.05.2010 |
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Plädoyer für mehr Organspenden
Durchschnittlich zweieinhalb bis drei Jahre müssen Patienten derzeit auf eine Spenderniere warten. Mediziner kritisieren diese lange Wartezeit. Die Bereitschaft zur Lebendspende von Nieren soll jetzt erhöht werden.
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Auch wenn die Blutgruppen von Spender und Empfänger unterschiedlich sind, können Nieren eingesetzt werden. |
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Immer weniger tote Organspender
Die Transplantationsmedizin und vor allem die Menschen, die verzweifelt auf eine Spenderniere warten, stehen vor einem Dilemma. Die Zahl toter Organspender ist rückläufig, gleichzeitig steigt aber die Zahl nierenkranker Menschen, weil die Bevölkerung immer älter wird.
International weit höhere Zahlen
Der Ausweg liegt laut Medizinern in der Lebendspenden von Nieren. Österreichweit gab es zuletzt rund 60 pro Jahr. Angesichts der hohen Zahl an Transplantationen ist das zu wenig, sagt Primar Reinhold Függer vom Krankenhaus der Elisabethinen in Linz. In anderen Ländern, Függer nennt Skandinavien, die Schweiz oder auch die USA als Beispiele, gebe es die fünffache Anzahl an Lebendspenden
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Einfache und schonende Entnahme
Die Entnahme einer Niere für eine Lebendspende sei einfach und schonend möglich, so der Mediziner. Zudem haben per Lebendspende entnommene Nieren eine längere Funktionsdauer: "Man kann davon ausgehen, dass Nieren, die bei Toten entnommen wurden, nach zehn Jahren zu etwa 55 bis 60 Prozent funktionieren, während lebend gespendete Nieren um gut zehn bis 15 Prozent besser funktionieren."
Auch wenn die Blutgruppen von Spender und Empfänger unterschiedlich sind, können Nieren eingesetzt werden.
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361 Transplantation pro Jahr
In Österreich wurden zuletzt 361 Nieren pro Jahr transplantiert. Mehr als 880 Menschen stehen allerdings auf der Warteliste für eine Nierentransplantation.
Transplantationslebensbaum
Auf das Problem der oft langen Wartezeit soll der am Montag in Linz gesetzte Transplantationslebensbaum aufmerksam machen. Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) und die Landtagsabgeordnete Julia Röper-Kelmayer (SPÖ) betonten, dass mit dieser Aktion Aufklärungsarbeit geleistet und die Bereitschaft der Bevölkerung zu Organspenden gehoben werden solle.
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