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POLITIK |
22.04.2010 |
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Rudolf Gehring beantwortet Fragen der Leser
Rudolf Gehring, der Kandidat der Christlichen Partei Österreichs, hat am Donnerstagnachmittag im ORF-Landesstudio Oberösterreich Fragen der Leser von ooe.ORF.at beantwortet.
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Operafan: Als Bundespräsident hat man ja das höchste politische Amt im Staate über. Welche Politische Erfahrung (öffentliche Ämter, Gemeinderat, Landtag,... etc.) haben sie bisher gemacht?
Rudolf Gehring:
Meine wichtigste politische Erfahrung war die jahrelangeTätigkeit als Sekretär beim damaligen Landeshauptmann von Niederösterreich, Siegfried Ludwig, der für mich auch ein politisches Vorbild aufgrund seiner überzeugten christlich-sozialen Einstellung ist.
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Lisa: Warum soll man gerade Sie wählen?
eb: Was würden sie besser machen als Heinz Fischer?
Rudolf Gehring:
Weil ich der einzige unabhängige Kandidat bin, das heißt, ich bin keinem Parteiapparat oder Parteisekretariat Rechenschaft schuldig und bekomme auch keinerlei finanzielle Unterstützung von einer politischen Partei, wie dies beim amtierenden Präsidenten Fischer der Fall ist, dem die sozialistische Partei eine Million Euro für den Wahlkampf überwiesen hat. Außerdem würde ich im Gegensatz zum bisherigen Präsidenten ein sehr aktiver Bundespräsident für unsere Republik Österreich und seine Bürger sein.
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Mummpitz: Wie schätzen Sie Ihre Erfolgschancen bei der Wahl am Sonntag ein?
Rudolf Gehring:
Ich rechne nach wie vor mit einer Stichwahl, und dass ich bei der Stichwahl dabei sein werde.
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Michael: Sind sie ökonomisch und wirtschaftlich kompetent? Wäre für sie denkbar, auch das Gehalt des Präsidenten dem allgemeinen Sparkurs anzupassen?
Rudolf Gehring:
Ich habe aufgrund meiner beruflichen Ausbildung und langjährigen Tätigkeit eine große Kompetenz in Wirtschaftsfragen. Das Gehalt des Bundespräsidenten sollte in Zeiten einer Wirtschaftskrise und des allgemeinen Zwanges zum Sparen der Situation angepasst werden.
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Quargelfreund: Welche Gesetze würden Sie als Bundespräsident keinesfalls unterzeichnen?
Rudolf Gehring:
Jedenfalls würde ich kein Gesetz unterzeichnen, das einem Menschenrecht oder Grundrecht widerspricht. Desgleichen kein Gesetz oder einen Vertrag, für den eine Volksabstimmung laut Verfassung vorgeschrieben ist, wie zum Beispiel der EU-Lissabon-Vertrag.
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FSchubert: Wo würden Sie sich selbst politisch einordnen? Links, Rechts, Mitte – oder, konkret gefragt: rechts oder links der FPÖ, bzw. Frau Rosenkranz?
Rudolf Gehring:
Meine Position ist die bürgerliche Mitte, wobei ich bürgerlich dahingehend verstehe, dass ich ein Bundespräsident für alle Bürger bin, weil mir alle Bürger gleich viel wert sind.
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Floh: Halten Sie die weitgehende Trennung von Staat und Kirche in Österreich für eine gute Idee? Oder würden Sie es für sinnvoller halten, wenn die Kirche - wie bereits im Mittelalter - einen größeren Einfluss auf politische Entscheidungen hätte?
hugo52: Finden Sie nicht, dass Staat und Kirche in Österreich, nicht zuletzt aufgrund geschichtlicher Erfahrungen, streng getrennt bleiben sollten?
Rudolf Gehring:
Die Trennung von Kirche und Staat ist weiterhin beizubehalten, damit es zu keinen Unvereinbarkeiten kommt. Trotzdem ist jeder Bürger unabhängig von seiner Religion aufgerufen, in der Politik mitzuwirken.
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Franz: Ist für Sie die katholische Kirche die allein selig machende Kirche?
Rudolf Gehring:
Für mich sind alle Kirchen und Religionsgemeinschaften aufgrund des Grundrechtes der Religionsfreiheit zu achten. Mein persönlicher Glaube ist in der römisch-katholischen Kirche beheimatet.
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Dr.: Glauben sie wirklich, dass Gott in die Verfassung gehört? Wenn ja, wollen sie die zehn Gebote als Gesetze verankern... wie stellen sie sich das vor? Wollen sie jemanden Steinigen, wenn er seine Ehe bricht, oder Kreuzigen, wenn jemand einen Kaugummi klaut?
Rudolf Gehring:
Nach meiner Überzeugung sollte Gott in der Verfassung verankert sein, weil unser Land durch eine jahrhundertlange, christlichlich-abendländische Kultur geprägt ist. Zu einer guten Ehe, die für mich nur zwischen Mann und Frau denkbar ist, gehört als wesentlicher Bestandteil die Treue.
Ob jemand einen Kaugummi klaut, ist keine religiöse Frage, sondern muss die jeweilige Person selbst verantworten.
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ooe.ORF.at
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