Oberösterreich ORF.at
wetter.ORF.at
DI | 14.02.2012
Telefon (Bild: fotolia.de/Sven Bähren)
CHRONIK
AK will Gesetz gegen Telefonterror
Immer öfter beschweren sich Konsumenten über Werbung per Telefon oder über Glücksspielanbieter, die Gewinne versprechen, aber nur Verträge verkaufen wollen. Die AK fordert deshalb von der Regierung eine gesetzliche Handhabe.
Oft werden Bankdaten herausgelockt.
Mehrmals täglich Anrufe
Täglich beschweren sich Konsumenten bei der Arbeiterkammer über lästige Werbeanrufe. Manche Betroffene wurden mehrmals am Tag angerufen. Zum Teil werden sie aggressiv dazu aufgefordert, Verträge abzuschließen, den Telefonanbieter zu wechseln oder bei einer Glücksspieltippgemeinschaft mitzumachen.

Dabei werden häufig auch vermeintliche Gewinne vorgegaukelt und die Bankdaten herausgelockt. Erst beim nächsten Kontoauszug stellt sich dann heraus, dass man einen Vertrag abgeschlossen hat.
AK: Vertrag soll erst nach schriftlicher Bestätigung gültig sein.
Lösung müsste nur noch umgesetzt werden
Laut AK-Präsident Johann Kalliauer wäre die Lösung für dieses Problem bereits im Regierungsprogramm der aktuellen Koalition vereinbart und müsste nur noch umgesetzt werden.

Diese telefonische Vertriebsform würde für die Unternehmen rasch unattraktiv werden, wenn gesetzlich festgelegt wäre, dass ein telefonisch vereinbarter Vertrag erst nach schriftlicher Bestätigung gültig ist, so Kalliauer.

Wichtig: Keine Bankdaten bekanntgeben
Die Konsumentenschützer raten einstweilen generell davon ab, Bankdaten per Telefon bekannt zu geben und fordern die Konsumenten außerdem dazu auf, sich Namen, Adresse, Datum und Uhrzeit bei solchen Anrufen genau zu notieren, sowie falls möglich die Telefonnummer.

Mit diesen Daten kann man unerwünschte telefonische Werbung, zu der man nicht sein schriftliches Einverständnis gegeben hat, auch jetzt bereits bei der Fernmeldebehörde anzeigen. Musterbriefe dazu bietet die Arbeiterkammer.
Ganz Österreich
Oberösterreich News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News