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DI | 14.02.2012
Sojabohnen. (Bild: ORF)
NATUR
Soja in Oberösterreich auf dem Vormarsch
Deutlich wachsen soll die Fläche, auf der in Oberösterreich Soja angebaut wird. Eine Studie des Landes bescheinigt der Sojabohne gutes Vermarktungspotenzial.
Gerade durch die Gentechnikfreiheit könnte Soja aus Oberösterreich bei Lebensmittelproduzenten und der Backwarenindustrie punkten.

Auf rund 10.000 Hektar wird in Oberösterreich bereits Soja angebaut. In drei bis fünf Jahren sollen es 15.000 Hektar sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Auftrag des Agrarressorts.

Garantierte Gentechnikfreiheit
Die Bohnen aus Oberösterreich können gerade mit ihrer garantierten Gentechnikfreiheit vom Saatgut bis zur reifen Sojabohne punkten - bei Lebensmittelproduzenten und Backwarenerzeugern. Diese Nische ist auch eine Möglichkeit den USA und Brasilien, Weltmarktführer am Sojamarkt, aus dem Weg zu gehen, so Studienautor Fritz Lehner.
Weniger Arbeitsaufwand
Bei den Erträgen pro Hektar kann Soja mit Winterweizen oder Wintergerste mithalten. Pluspunkt bei Soja. Der Arbeitsaufwand ist geringer, gerade für Nebenerwerbsbauern ein Vorteil. Als entscheidendes Argument setzt Agrarlandesrat Josef Stockinger auf eine lückenlose Verarbeitungskette.
Der Sojamarkt ist zuletzt jährlich um 15 bis 20 Prozent gewachsen. Trotzdem bestehe keine Gefahr, dass Soja-Tofu heimisches Fleisch oder Sojamilch heimische Kuhmilch verdränge.

Pro Jahr trinkt jeder Österreicher weniger als einen Liter Sojagetränke, aber 79 Liter Kuhmilch.
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