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CHRONIK |
13.03.2010 |
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Totgeglaubter in oberösterreichischem Kloster
Ein totgeglaubter Wiener, der seine Töchter sexuell missbraucht haben soll, ist lebend im Bezirk Eferding aufgetaucht. Laut Medienberichten hatte der 68-Jährige im Herbst seinen Selbstmord vorgetäuscht.
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Der 68-Jährige sprang im September in Kroatien in seinen vermeintlichen Tod. |
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Um Zuflucht gebeten
Im Franziskanerkloster in Pupping herrscht Fassungslosigkeit. Wie die Tageszeitung "Österreich" berichtet, hatte im Oktober ein Mann um Zuflucht in ihren Mauern gebeten. Er wolle den Winter in Pupping verbringen, um seine Gedanken zu sammeln. Dabei gab er sich als 60-jähriger Wiener aus. Ebenso wie diese Woche, als er auf der Straße von Polizisten angehalten und kontrolliert wurde.
Bei Verkehrskontrolle aufgefallen
Sofort griff der Mann zu seinem Ausweis und zeigte ihn den Polizisten. Sein gesamtes Verhalten fanden die Polizisten jedoch seltsam und nahmen den Mann zur Kontrolle mit auf die Dienststelle.
Dort wurde schnell klar, dass vor ihnen nicht der - laut Ausweis - 60-jährige Wiener sitzt, sondern sein 68-jähriger totgeglaubter Bruder.
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Vermeintlicher Selbstmord
Der 68-Jährige war im September in Kroatien vor Zeugen von einer Fähre in seinen vermeintlichen Tod gesprungen. Mit einem Motorboot samt Besatzung dürfte er sich aber an Land gerettet haben.
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Anzeige wegen Sittlichkeitsdeliktes
Nur wenige Wochen später kam er dann mit der Identität seines jüngeren Bruders in das oberösterreichische Kloster. Der 68-Jährige war vor seinem vermeintlichen Tod in Niederösterreich wegen eines Sittlichkeitsdeliktes angezeigt worden. Er soll seine Töchter missbraucht haben.
Im Kloster nicht negativ aufgefallen
In Pupping sei er nicht negativ aufgefallen, heißt es aus dem Kloster. Im Gegenteil, er sei zuvorkommend und besonders hilfsbereit gewesen.
Festnahme
Nachdem die Eferdinger Polizisten den vermeintlich Toten am Mittwoch festgenommen hatten, wurde er mittlerweile nach Korneuburg in die Justizanstalt überstellt. Dort soll ihm der Prozess gemacht werden.
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