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CHRONIK |
09.03.2010 |
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Schwere Vorwürfe gegen Priester
Die Vorwürfe gegen drei Geistliche des Klosters St. Peter in der Diözese Salzburg wegen Kindesmissbrauchs führen auch nach Oberösterreich. Einer der Priester war jahrelang in verschiedenen Pfarren in Oberösterreich tätig.
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Beichten durfte der Bub damals nur bei einem seiner Peiniger. |
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Eltern glaubten ihrem Sohn nicht
Die Vorwürfe, die heute gegen den Pater erhoben wurden, sind schwerwiegend. Ein heute 53-Jähriger ist jetzt an die Öffentlichkeit gegangen, er spricht von jahrelangem schwerem Missbrauch unter anderem durch den Geistlichen. Seine Eltern glaubten ihm damals nicht, sagt der 53-Jährige, außerdem hätten sich die Priester das Vertrauen seiner Eltern erschlichen.
Pfarrer war in drei Gemeinden tätig
Beichten durfte der Bub damals nur bei einem seiner Peiniger, eben bei Pater B. 1975 verließ der beschuldigte Priester das Kloster St. Peter in Salzburg und kam ins Innviertel. In drei Gemeinden war er tätig. Zumindest in einer davon hat man heute noch sehr geteilte Erinnerungen an den Geistlichen.
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Gemeinde regelrecht gespalten
Über angebliche Missbrauchsvorwürfe sei schon damals gemunkelt worden, erzählt man heute. Ein Bürgermeister spricht sogar von einer furchtbaren Situation, weil Pater B. die Gemeinde regelrecht gespalten habe.
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"Pater noch eine Chance gegeben"
Andere Pfarrmitglieder aus diesem Ort erzählen von Messen, die mit unglaublichem Pomp und großen Inszenierungen gefeiert wurden. Pater B., so habe man damals hinter vorgehaltener Hand erzählt, sei ein Anhänger der Piusbruderschaft des exkommunizierten Bischofs Marcel Lefebvre. Diese Gemeinschaft lehnt das Zweite Vatikanische Konzil sowie die Liturgiereform ab.
Als Sextourist in Marokko verhaftet
Im Bischofshof, so heißt es heute in der betroffenen Pfarre, habe man davon gewusst, dem Pater aber noch eine Chance geben wollen. Schließlich kam der Geistliche nach Bayern. 2005 wurde er gemeinsam mit einem weiteren heute beschuldigten Priester in Marokko als Sextourist verhaftet. Laut Staatsanwaltschaft Salzburg sollen beide minderjährige Marokkaner schwer missbraucht haben.
Es folgt eine rechtskräftige Verurteilung, doch Pater B. muss nicht vor Gericht, weil er inzwischen seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Vor rund einem Monat stirbt der schwer beschuldigte Geistliche. Bis zuletzt soll er Messen gelesen haben.
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salzburg.ORF.at; 9.3.10
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