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DI | 14.02.2012
H.C. Strache (Bild: APA/rubra)
POLITIK
Deftige Worte beim FPÖ-Heringsschmaus
Der Heringsschmaus der FPÖ in Ried im Innkreis war auch heuer wieder mit deftigen Worten gespickt. Hauptzielscheibe beim politischen Aschermittwoch der FPÖ waren wie immer die politischen Gegner.
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"Jeder Kasperl braucht sein Sepperl."
Bier und Heringsschmaus
Die Rieder Jahnturnhalle war laut FPÖ seit Wochen ausverkauft, 2.000 Besucher saßen am Aschermittwoch dicht gedrängt auf Heurigengarnituren. Bier und Heringsschmaus wurden in Massen ausgeteilt, für das geistige Futter sollten die Reden der Politiker sorgen.
Manfred Haimbuchner (Bild: ORF) Ziel: zweitstärkste Partei in Oberösterreich
Manfred Haimbuchner, designierter Parteivorsitzender in Oberösterreich und Wohnbaulandesrat, sprach über sein Steckenpferd, die Streichung der Wohnbeihilfe für Nicht-EU-Bürger: "Es ist eine grundsätzliche politische Frage, nicht nur im Bereich der Wohnbeihilfe. Wer sich den Aufenthalt bei uns nicht leisten kann, als ausländischer Staatsbürger, der hat auch das Land wieder zu verlassen und das Glück in seiner Heimat zu suchen."

In Oberösterreich wolle die FPÖ zweitstärkste Kraft werden, gibt Haimbuchner als Ziel aus.
"Drückebergerstrategie" der SPÖ
H.C. Strache (Bild: APA/rubra)
Parteichef Heinz-Christian Strache widmet sich ausführlich der Kritik an Rot und Schwarz. Die SPÖ fahre eine "Drückebergerstrategie", Kanzler Faymann sei ein Wasserträger der Volkspartei und man könne nur sagen: "Jeder Kasperl braucht sein Sepperl und dieses Prinzip haben wir dank dieser beiden Herrschaften von Josef Pröll bis Werner Faymann in der großen Koalition heute in der Regierungsspitze umgesetzt."
Kooperation mit der FPK "visionäre Aufgabe"
Die Überwindung des rot-schwarzen Proporzes sei nur möglich, wenn die FPÖ in allen neun Bundesländern stark sei, verteidigt Strache die Kooperation mit der FPK in Kärnten. Die Zusammenführung sei eine "visionäre Aufgabe "gewesen.
Zu sanfter Umgang mit "Asylmissbrauchern"
Viel zu sanft ist Strache der Umgang mit, wie er sagt "abgeurteilten Asylmissbrauchern" in Österreich: "Wer unsere Gastfreundschaft schamlos ausnützt, um uns zu missbrauchen, oder wer hier kriminell wird, der ist hier nicht erwünscht und das werden wir auch abstellen, Frau Innenministerin, auch wenn sie heute untätig bleiben."

Minarette und Kruzifixe
Strache warnte außerdem vor einer "radikalen" Islamismus-Entwicklung, "Minarette haben in unserem Landschaftsbild nichts verloren." Außenminister Michael Spindelegger (ÖVP) sei "feig", weil er sich einer italienischen Klage gegen das Kruzifix-Verbot in Klassenzimmern nicht angeschlossen habe.

"Super-Praktikanten" als Innenminister
Auch ÖVP-Innenministerin Maria Fekter hat für den FPÖ-Chef "nur starke Sprüche" auf Lager, setze aber "ganz schwache Handlungen". Die Volkspartei solle lieber einen "Super-Innenminister" finden als einen "Super-Praktikanten", verlangte er.
"Totalversager" Häupl
Bei den heurigen Wahlgängen strebt Strache vor allem Zugewinne bei den Wiener Landtagswahlen im Herbst an. Ziel sei es, die 20-Prozent-Marke zu überspringen: "Dass die roten Dämme in Wien brechen und dass dieser Totalversager in Wien, dieser Bürgermeister Häupl, endlich abgewählt wird und deutlich unter 40 Prozent gepresst werden kann. Das sind die Chancen, die wir haben, in diesem Wahljahr."
Präsidentschaftswahlkampf
Bei einem anderen Wahlkampf gibt sich der FPÖ-Chef als Geheimniskrämer. Für die Bundespräsidentschaftswahl hätten die Freiheitlichen mehrere mögliche Kandidaten, etwa Barbara Rosenkranz oder Martin Graf: "Wieso soll nicht einmal ein blauer Heinzi auch antreten können?"

Auch selbst anzutreten will Strache nach wie vor nicht ausschließen: "Wir werden uns bis zum Schluss nicht in die Karten blicken lassen."
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