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MO | 13.02.2012
Kontrolleur wird attackiert (Bild: picturenews.at/petschenig)
WEIHNACHTSZEIT
Übergriffe auf Fahrscheinkontrolleure steigen
Während sich die meisten auf die Adventzeit freuen, sind sie froh, wenn sie vorbei ist: die Kontrolleure. In Linz sind bis Ende November um 30 Prozent mehr verletzt worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
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Und der schlimmste Monat Dezember steht erst noch bevor.

Übergriffe: Plus 30 Prozent
40 Kontrolleure gibt es für die Busse und Straßenbahnen in Linz, Wels und Traun. Und jeder von ihnen ist schon mindestens einmal verletzt worden.

Landeten im Vorjahr bis Ende November laut Angaben der Firma Securitas 28 der Kontrolleure im Spital, waren es im Vergleichszeitraum des heurigen Jahres schon 36. Das ist eine Steigerung um fast 30 Prozent.

Die Übergriffe sind aber nicht nur zahlenmäßig gestiegen, sondern auch brutaler geworden, sagt Michael Kargl der Firma Securitas, die die Fahrscheinkontrollen durchführt.
Meist junge Täter
Meistens sind die Täter jung, aber auch ein 70-Jähriger war schon dabei. Der gefährlichste Zeitpunkt: wenn man mit einem Schwarzfahrer ausgestiegen ist, um seine Daten aufzunehmen.

Der letzte Fall ist laut Kargl erst vor wenigen Tagen in Linz passiert. Während einer der Kontrolleure mit einem Schwarzfahrer gesprochen habe, hätten sich von hinten drei völlig Unbeteiligte genähert und den Fahrscheinprüfer krankenhausreif getreten.
Punschsaison und Enthemmung
Aber: Der negative Höhepunkt des Jahres, der Dezember, steht erst noch bevor. Kargl graut bereits davor: "Wie jedes Jahr zu dieser Zeit, beginne ich zu beten. Natürlich ist es die Punschsaison und die damit verbundene Enthemmung der Leute."

Securitas reagiert auf die ständig zunehmenden Übergriffe, indem ihre Mitarbeiter nur mehr mindestens zu zweit unterwegs sind. Nur so könne einer dem anderen den Rücken freihalten. Knapp 52 Euro kostet übrigens die Strafe fürs Schwarzfahren.

Wird ein Kontrolleur verletzt, steigen die Kosten für Anwalt und Gericht schnell auf mehrere Tausend Euro.
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