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MO | 13.02.2012
Menschen (Bild: fotolia/Dimitri Nikolaev)
UMFRAGE
Interesse an Politik auf Tiefstand
Das Interesse der Österreicher an Politik ist auf einen neuen Tiefstand gesunken. Nur ein Fünftel der unter 30-Jährigen verfolgen politische Entwicklungen mit ziemlich starkem Interesse, lediglich jeder Zwanzigste sehr stark.
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Die gegenwärtige Neugier liegt erstmals unter der 30-Prozent-Schwelle.
26 Prozent zeigen sich interessiert
Das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS hat im Oktober und November 1.086 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählte Personen persönlich befragt.

Dabei erklärten 29 Prozent, sich sehr bzw. ziemlich stark mit den aktuellen innenpolitischen Vorgängen und Problemen zu beschäftigen.
71 Prozent eher weniger
Dem gegenüber stehen 71 Prozent, die sich nicht besonders stark oder gar nicht dafür interessieren bzw. keine Angabe machten.
Ihre Meinung ist gefragt
Sind sie an politischen Vorgängen interessiert?
Ja
Nein
Wache Aufmerksamkeit im Jahr 2000
Im Jänner und Februar 2000 hatten noch 56 Prozent das politische Geschehen mit wacher Aufmerksamkeit verfolgt. Dazu habe freilich ein konkreter Anlass bestanden, so die Meinungsforscher mit Verweis auf den Beginn der von der EU gegen Österreich verhängten Sanktionen wegen der schwarz-blauen Regierung.

Mit dem Ende der Blockade pendelte sich das Interesse an Politik wieder auf Werte zwischen rund einem Drittel und zwei Fünftel ein. Die gegenwärtige Neugier liege erstmals unter der 30-Prozent-Schwelle und stimme daher nachdenklich, so das Institut.
Desinteresse bei der Jugend
Nicht nur Menschen aus dem einfachsten Sozial- und Bildungsmilieu, sondern auch die jungen Österreicher stehen der Politik beziehungslos gegenüber. Nur ein Fünftel der unter 30-Jährigen verfolgt politische Entwicklungen mit ziemlich starkem Interesse, lediglich jeder Zwanzigste sehr stark.

Keine Veränderung durch niedriges Wahlalter
Man müsse zur Kenntnis nehmen, dass die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre keine Verhaltensänderung bei dieser Gruppe bewirkt und deren gesellschaftlichen Gestaltungswillen nicht erhöht habe, erklärten die Meinungsforscher.
Keine Zufriedenheit mit der Gegenwart
Dass sich hinter dem schwachen Politinteresse ein Gefühl der Zufriedenheit mit der Gegenwart verbirgt, kann durch weitere Befragungen ausgeschlossen werden.

53 Prozent empfinden "schwierige Zeitphase"
25 Prozent der Österreicher empfinden das Jetzt als eine glückliche Periode, 53 Prozent hingegen als eine schwierige Zeitphase.
Ihre Meinung ist gefragt
Sind Sie mit Ihren derzeitigen Lebensumständen zufrieden?
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Nein
Resignation
Die innere Distanz zur Politik könnte mit dem Gefühl von Resignation vor unbewältigbar erscheinenden Zukunftsproblemen zusammenhängen, hieß es seitens des Meinungsforschungsinstituts.
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