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DI | 14.02.2012
Quelle (Bild: APA/Frank Rumpenhorst)
WIRTSCHAFT
Zwei Interessenten für Quelle
Für die Quelle-Mitarbeiter geht nach der Eröffnung des Konkurses das große Zittern um die Zukunft weiter. Bisher gibt es zwei Investoren, die Interesse an dem Unternehmen bekundet haben.
Am Dienstag gab es bei Quelle neun Betriebsversammlungen.
Intensive Gespräche mit Martin Lenz
Laut Masseverwalter Erhard Hackl, der nach der Konkurseröffnung eingesetzt wurde, gab es mit dem ehemaligen Quelle-Vorstandsvorsitzenden Martin Lenz bereits intensive Gespräche, unter anderem mit Banken.

Derzeit sehe Lenz sich die detaillierten Geschäftszahlen an. Entscheidend dürfte sein, ob er die Markenrechte vom deutschen Otto-Versand zurückkaufen kann.

Österreichischer Finanzinvestor
Beim zweiten Interessenten handle es sich um einen österreichischen Finanzinvestor, so Hackl. Wie ernsthaft dessen Ambitionen seien, könne er noch nicht beurteilen - auch nicht, ob er vielleicht nur für einen anderen Interessenten agiere, der im Hintergrund bleiben will.
Nicht mehr viel Zeit
Beiden Kandidaten bleibt nur noch wenig Zeit. Laut Masseverwalter Hackl muss eine Entscheidung bis Anfang Dezember fallen, denn immerhin hänge das gesamte Zukunftsszenario des Unternehmens davon ab.

Katalog oder Abverkauf
Zum Beispiel müsse rasch geklärt werden, ob ein neuer Katalog gedruckt oder die Ware einfach abverkauft werde. Im Quelle-Lager in Linz wartet derzeit Ware im Wert von 18 Millionen Euro.

Informationen für Mitarbeiter
Allein am Dienstag gab es bei Quelle neun Betriebsversammlungen. Denn für die mehr als 1.000 Mitarbeiter könne es keine generelle Information geben, sagte Betriebsratsobmann Felix Hinterwirth.

Vielmehr sei jetzt wichtig, dass die Mitarbeiter in Kleingruppen gezielte Informationen bekommen und auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen. Hinterwirth ist zudem damit beschäftigt, für die Mitarbeiter, die kurz vor der Pension stehen, eine spezielle Beratung einzurichten.
Neuigkeiten bei den Markenrechten
In Sachen Markenrechte könnte sich übrigens eine völlig andere Lösung ergeben: Der Kreditschutzverband von 1870 geht davon aus, dass der Quelle nicht verboten werden kann, diesen Namen weiterhin zu verwenden. Geändert werden müsste allerdings das Logo.
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