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WIRTSCHAFT |
16.11.2009 |
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Quelle Österreich brachte Konkursantrag ein
Am Montagvormittag hat am Firmensitz von Quelle Österreich in Linz eine Betriebsversammlung stattgefunden. Die Mitarbeiter wurden darüber informiert, dass die Unternehmensleitung den Konkursantrag einbrachte.
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Die Überschuldung beträgt rund 2,8 Millionen Euro. |
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1.100 Mitarbeiter betroffen
Am Montagvormittag wurde der Konkursantrag beim Landesgericht Linz eingebracht, wie das Gericht zu Mittag bestätigte. Von der Pleite der Österreich-Tochter des deutschen Versandhauses sind rund 1.100 Mitarbeiter betroffen.
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Noch keine Kündigungen
Für die Mitarbeiter ändert sich voerst noch nichts. Keiner wurde bisher gekündigt. Auf das Gehalt für die erste Novemberhälfte und das eventuell fällige Urlaubs- und Weihnachtsgeld müssen sie allerdings warten, denn das zahlt nicht mehr das Unternehmen sondern der Insolvenzfond.
Notfallplan des Betriebsrates
Weil das einige Wochen dauern kann, Mietzahlungen oder Versicherungen aber weiterlaufen, hat der Betriebsrat einen Notfallplan erstellt, bestätigt Betriebsratsvorsitzender Felix Hinterwirth.
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Arbeitsstiftung wird eingerichtet
Das Arbeitsmarkt-Service und das Land Oberösterreich sind dabei, gemeinsam eine Arbeitsstiftung einzurichten, um betroffenen Mitarbeitern die Möglichkeit zu bieten, sich weiterzubilden. Dazu errichtete das AMS in der Firmenzentrale am Linzer Hafen eine Außenstelle.
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2,8 Millionen Euro Überschuldung
Laut Creditreform stehen den Aktiva von ca. 85,1 Millionen Euro Passiva von ca. 87,96 Millionen Euro gegenüber. Die Überschuldung beträgt somit rund 2,8 Millionen Euro. 2008 machte das Unternehmen einen Umsatz von rund 215 Millionen Euro.
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Drei Rechtsanwälte als Masseverwalter
Drei Linzer Rechtsanwälte wurden mit der Masseverwaltung betraut. Einstweilen werden Kundenbestellungen wie bisher behandelt, heißt es in einer Presseaussendung der Masseverwalter.
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Konsumentenhotline
Es wurde eine Konsumentenhotline zum Ortstarif unter der Telefonnummer 0732/209927 eingerichtet.
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3.000 Forderungsanmeldungen
Das Gericht erwartet - unter der Berücksichtigung von Nachmeldungen - insgesamt 3.000 Forderungsanmeldungen. Zum Vergleich: Bei einem "durchschnittlichen Konkursverfahren" werden an die 30 Forderungen angemeldet.
Fortbetrieb wird geprüft
Ob und inwieweit ein Fortbetrieb von Quelle Österreich möglich ist, wird von den Masseverwaltern überprüft. Allenfalls werden die "dafür erforderlichen Voraussetzungen" geschaffen, so die Masseverwalter in einer Aussendung. Ein Fortbetrieb sei nur dann möglich, wenn dadurch kein "offenkundiger Ausfall" für die Gläubiger zu erwarten ist.
Fortführungsphase bis Ende Februar 2010
Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) geht davon aus, dass zumindest Teilbereiche des Unternehmens fortgeführt werden. "Von einem positiven Ergebnis" für eine mögliche Fortführungsphase bis Ende Februar 2010 wird ausgegangen.
Für die Betroffenen wäre es gut, wenn Quelle Österreich zumindest in den nächsten Wochen fortbesteht, "um die Chance zu wahren, mit möglichen Interessenten über ein noch lebendes Unternehmen verhandeln zu können", so der Kreditschutzverband von 1870 (KSV).
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Verunsicherung
Der Quelle-Konkurs beschert auch einigen eigentlich unbeteiligten Firmen Turbulenzen. So sehen sich etwa die Quelle-Versicherung, die Quelle-Shops oder die ehemaligen Quelle-Schmuckläden LeClou mit zahlreichen Anfragen besorgter Kunden konfrontiert.
Diese Firmen gehören aber nicht zum Quelle-Konzern und sind deshalb vom Konkurs nicht direkt betroffen.
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ooe.ORF.at; 11.11.09
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ooe.ORF.at; 14.11.09
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ooe.ORF.at; 20.10.09
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