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MO | 13.02.2012
Symbolfoto Bauwirtschaft (Bild: ORF/rubra)
CHRONIK
Streit um geplante Brücke über die Salzach
Für immer mehr Aufregung sorgen im Grenzgebiet zwischen Oberösterreich, Salzburg und Bayern die Pläne, in einem Naturschutzgebiet eine neue Brücke über die Salzach zu errichten.
Zwischen St. Pantaleon und Fridolfing
750 Meter lang, 15 Meter breit und bis zu zehn Meter hoch - das sind die Ausmaße der Salzachbrücke, die zwischen den Gemeinden St. Pantaleon in Oberösterreich und Fridolfing in Bayern gebaut werden soll - mitten im Naturschutzgebiet.

Auf bayrischer Seite wächst jedoch der Widerstand. Insgesamt 360 Mitglieder gehören der Bürgerinitiative "Vernunft statt Salzachbrücke" mittlerweile an. Deren Sprecher, Josef Frech aus Fridolfing, meint, dass die Brücke gar nicht benötigt würde.
Die Gegner wollen den Bau der Brücke um jeden Preis verhindern.
Keine Alternative
Lokalpolitiker und Wirtschaftstreibende auf österreichischer Seite befürworten das Projekt, wie etwa der Bürgermeister von Ostermiething, Gerhard Holzner, und der Baumeister Johann Stampfl aus St. Pantaleon.

"Die Stimmung ist durchaus positiv. Wir müssen diese Region stärken und haben daher keine wirkliche Alternative zu dieser Brücke." so Holzner.

Kosten: 35 Millionen Euro
Die Finanzierung der 35 Millionen Euro teuren Brücke sei gesichert, heißt es aus der Politik. 20 Millionen Euro zahle Bayern, den Rest Oberösterreich.

Bau neben Kohlekraftwerk
Die neue Brücke über die Salzach soll gleich neben dem Kohlekraftwerk in Riedersbach gebaut werden. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2012, in fünf Jahren soll die neue Brücke über die Salzach fertig sein, die Gegner hoffen jedoch, sie aus Naturschutzgründen noch verhindern zu können.
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