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MO | 13.02.2012
Elektroauto wird an der Steckdose angesteckt (Bild: ORF)
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Rot-weiß-roter Elektrosportwagen präsentiert
Der oö. Stromversorger Energie AG und das Werkzeug- und Formenbauunternehmen Haidlmair haben den Prototyp eines rein rot-weiß-roten Elektrosportwagens in einer Veranstaltung am Freitag in Linz präsentiert.
Preislich "deutlich unter dem Tesla Roadster".
Der Elektro-Sportwagen "HAI E3" ist als Zweisitzer konzipiert, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und einer Reichweite von 150 Kilometern.

Nach einer Ladezeit von einer Stunde sollen die Batterien zu 80 Prozent gefüllt sein, nach acht Stunden zur Gänze.

Tausch- oder Pfandsystem
Firmenchef Josef Haidlmair berichtete von einer Befragung bei 800 Personen, die bereit wären, für ein derartiges Fahrzeug rund 20.000 Euro auszugeben. Dieser Preis sollte beim HAI E3 möglich sein. Allerdings exklusive Batterien, dafür sollte ein Tausch- oder Pfandsystem geschaffen werden.

Der Wagen wird von jeweils einem Radnabenmotor an den Hinterrädern mit einer Gesamtleistung von 60 KW angetrieben. Ihre Kraft beziehen sie aus Lithium-Polymer-Akkus. Er würde preislich "deutlich unter dem Tesla Roadster" (100.000 Euro plus MWSt.) liegen, aber auch geringere Leistungen bieten. Der Tesla soll 240 PS haben, mehr als 200 km/h schnell sein und 393 Kilometer mit einer Ladung fahren.
Serienreife innerhalb eines Jahres
Da seine Firma weiterhin Werkzeug- und Formenbauunternehmen bleiben soll, werde ein Unternehmen gesucht, das den Sportwagen bauen soll, sagte Haidlmair. Die Serienreife sollte innerhalb eines Jahres erreicht werden. An die Entwicklung eines normalen Pkw sei nicht gedacht, man wolle nicht in Konkurrenz mit den großen Automobil-Konzernen treten.
Energie AG prüft die Errichtung von Stromtankstellen an ausgewählten Orten.
"Große Herausforderung und Chance"
Der Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich Leo Windtner sieht das steigende internationale Engagement für die Elektromobilität als große Herausforderung und Chance. Sollten diese Fahrzeuge in Österreich einen Marktanteil von zehn Prozent erreichen, seien dafür zusätzlich rund zwei Prozent mehr Stromproduktion notwendig, das entspreche etwa dem Kraftwerk Freudenau. Größer seien die Auswirkungen auf das Stromnetz.

Dort seien Verstärkungsmaßnahmen speziell auf der Niederspannungsebene erforderlich. Mit einem intelligenten Lade-Management könnten die Verbräuche in die Nachtstunden verschoben werden. Die Energie AG prüfe die Errichtung von Stromtankstellen an ausgewählten Orten sowie eine Palette von möglichen Leistungen, beispielsweise ein individuell zugeschnittenes Elektroauto-Stromprodukt.
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