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MO | 13.02.2012
Milch (Bild: fotolia.com/anshuca)
LANDWIRTSCHAFT
Bauerndemonstration am 27. April
Mit einer Demonstration machen Milchbauern kommende Woche auf die schlechte Ertragssituation aufmerksam. Mit 30 Cent pro Kilogramm Milch seien sie nicht mehr lebensfähig, sagt Hannes Herndl vom ÖVP-Bauernbund.
Woche der Landwirtschaft
Statt zu feiern beginnt die Woche der Landwirtschaft kommenden Montag mit einer Protestveranstaltung. Der ÖVP-Bauernbund ruft zu einer Demo am Linzer Hauptplatz auf. Grund sind die stark gefallenen Milchpreise.

Aktuell bekommt ein Bauer rund 30 Cent für das Kilogramm, gegenüber 45 Cent vor wenigen Wochen.
"Wir sind an die Grenze gekommen"
Bauerbund-Obmann Hannes Herndl sagt zum angekündigten Protest: "Die Bauer werden über die geplanten Maßnahmen noch in dieser Woche beraten, aber ich schätze, dass wir hier sehr wohl drastisch darauf aufmerksam machen, dass wir an die Grenze gekommen sind. Dass wir natürlich auch auffahren können. Dass wir natürlich auch die Konsumenten mit Verkostungen ins Boot holen wollen, aber im Großen und Ganzen geht es darum, kantig darauf aufmerksam zu machen, dass die Situation Ernst ist."

Traktoren und Kühe
Laut Herndl werden bei der Demonstration nicht nur "die Traktoren rollen", sondern "auch Kühe können dabei sein". Man will vor allem die Konsumenten darauf aufmerksam machen, dass "die Bauernschaft ein Drittel weniger Einkommen hat". Herndl verlangt mehr Geld von der EU für Exporte, um den europäischen Milchmarkt zu entlasten.
Reaktionen
Die SPÖ-Bauern sprechen von später Einsicht des Bauernbundes, die Bauern würden seit Monaten unter schlechten Erzeugerpreisen stöhnen. Der unabhängige Bauernverband warnt vor einer Abschaffung der Milchquote durch die EU. Ähnlich die Vorstellungen der IG Milch: Die Interessengemeinschaft von Landwirten fordert eine Milchmengenbegrenzung.
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