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MO | 13.02.2012
Gerhard Maria Wagner (Bild: ORF)
RELIGION
Weihbischof unbeeindruckt von Angriffen
Unbeeindruckt von den Angriffen auf ihn hat sich der neue Linzer Weihbischof Gerhard Maria Wagner in einem "Kurier"-Interview gezeigt. In einem weiteren "profil"-Interview forderte er die Behandlung Homosexueller.
Täglich Ermutigungsbriefe und -mails
Die Angriffe würden an ihm abprallen. Er bekomme täglich "50 Briefe und 70 Mails von Menschen, die sich freuen und mich ermutigen", nur "ganz wenige" würden ihn "beschimpfen".

Außerdem sei er "als Weihbischof nicht so wichtig, wie man jetzt tut. Also muss man sich vor mich auch gar nicht so fürchten." Die "Meinung der Welt" und seine Position würden halt "crashen".

Dass man ihn deshalb persönlich angreift, versteht Wagner nicht. Seine Ernennung zum Bischof hätte er auch ablehnen können, "aber wenn der Papst es wünscht, wäre es feig, sich aus dem Staub zu machen, nur weil man die öffentliche Meinung fürchtet".
Austritte tun Wagner leid
Dass Menschen auch seinetwegen aus der Kirche austreten, tut Wagner leid. Aber um die Zukunft der Kirche hat er keine Angst: "Vielleicht müssen wir erst wieder eine kleine Gruppe werden, um dann stärker hinaus zu wirken. Und dann werden die Wenigen mehr bewegen als die Vielen, die sich nicht bewegen."
Für Behandlung Homosexueller
In einem "profil"-Interview tritt Wagner - laut Vorausmeldung vom Samstag - für eine Behandlung Homosexueller ein. Auf die Frage, ob Homosexualität heilbar sei und Homosexuelle behandelt werden sollten, antwortete er: "Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht."
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