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MO | 13.02.2012
Forellen (Bild: Fotolia/Ildar Abul'khanow)
NATUR
Immer mehr weibliche Fische
Fischer beobachten das Phänomen schon seit geraumer Zeit: Im Netz finden sich immer mehr Fischweibchen als -männchen. Möglicherweise könnte eine Hormonbelastung der Grund dafür sein.
Zwei Drittel weiblich
Zwei von drei gefangenen Fischen sind weiblich. Das Phänomen tritt nur in fließenden Gewässern auf, besonders betroffen davon seien Äschen und Regenbogenforellen, so Karl Wögerbauer vom oö. Landesfischereiverband.
Hormone als Ursache?
"Untersuchungen aus Deutschland und der Schweiz wollen das mit hormonaktiven Stoffen in Zusammenhang bringen. Dies könnten etwa Antibiotika, Verhütungsmittel usw. sein, die von Kläranlagen nicht ausgefiltert werden können und so in die Gewässer gelangen", so Wögerbauer.
Fischereiverband will Untersuchung
Einen sicheren Beweis dafür gibt es aber nicht. Der oberösterreichische Fischereiverband will diesem europaweiten Phänomen jetzt daher auf den Grund gehen und eine eigene Untersuchung durchführen. Die Mittel dafür können jedoch nur Sponsoren und Umweltorganisationen aufbringen.

Keine Gefahr für Menschen
Der Mensch sei beim Verzehr von Fischen jedoch nicht gefährdet. "Da kann man die Leute beruhigen", so Wögerbauer. Es sei eine Störung im biologischen Ablauf des Fisches. Auf die Speisequalität wirke sich das in keinster Weise aus.

Was immer auch der Grund für diese Störung im biologischen Ablauf der Fische ist, es sei mit Sicherheit ein weiteres Zeichen veränderter Umweltbedingungen, so die Experten.
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