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MI | 11.04.2012
Nachdenkliche Frau (Bild: Fotolia/Charly)
POLITIK
Vertrauen in Parteien erschüttert
Wie aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS hervorgeht, ist das Vertrauen der Österreicher in die Lösungskompetenz der Parteien kurz vor der Nationalratswahl auf einem Rekordtief.
SPÖ, ÖVP und Grüne büßten deutlich an Vertrauen ein, FPÖ und
BZÖ konnten dazugewinnen.
1.002 Personen befragt
IMAS hat von Ende August bis Mitte September Interviews mit 1.002 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählten Personen durchgeführt.

Parteien können Probleme nicht lösen
Dabei erklärten 41 Prozent, dass die zur Wahl antretenden Parteien nicht in der Lage seien, jene Probleme zu lösen, die den Wählern besonders stark unter den Nägeln brennen.

Der Zweifel an der Kompetenz hat sich seit September 2006 um zehn Prozentpunkte verstärkt.
Großes Misstrauen bei Unentschiedenen
Ganz besonders groß ist das Misstrauen bei den Personen, die sich noch für keine Partei entschieden haben: 69 Prozent von ihnen gaben an, keiner Gruppierung die Lösung wichtiger Probleme zuzutrauen.

Auch von den Anhänger der fünf bisher nicht im Parlament vertretenen bundesweiten Mitbewerber trauen 42 Prozent keiner Partei Rezepte für die Zukunft zu. Ihr Zweifel an der Kompetenz ist damit ungleich größer als bei den Anhängern der etablierten Gruppierungen.
Verluste für SPÖ, ÖVP, Grüne
SPÖ, ÖVP und auch die Grünen haben stark an Vertrauen verloren: Der Wert der Sozialdemokraten sank von 35 Prozent (September 2006) auf 22 Prozent, jener der Volkspartei von 34 auf 14 Prozent. Die Grünen fielen von 13 auf sieben Prozent zurück.

FPÖ von sechs auf 13 Prozent
Deutlich zugelegt haben dagegen die FPÖ von sechs auf 13 Prozent und das BZÖ von drei auf fünf Prozent.
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