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BILDUNG |
19.09.2008 |
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Großes Interesse an Schulversuchen
Das Interesse an Schulversuchen ist höher als erwartet. Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer hatte mit 20 Hauptschulstandorten gerechnet, die sich daran beteiligen würden. Jetzt dürften es mehr als doppelt so viele Interessenten sein.
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Enzenhofer geht davon aus, das es im Herbst 2009 an die 50 Schulversuche geben könnte. |
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Derzeit nur "Neue Mittelschule"
Derzeit gibt es in Oberösterreich nur eine "Neue Mittelschule", wie sie Bildungsministerin Claudia Schmied forciert hat: die Übungshauptschule der Pädak, die Europaschule.
Eigenes Modell für Oberösterreich
Reformverweigerung hatte man Oberösterreich vorgeworfen, weil nicht mehr Schulen mitgemacht haben. Darum kontern ÖVP-Chef Landeshauptmann Josef Pühringer und Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer jetzt mit einem eigenen Oberösterreich-Modell, wie sie es bezeichnen.
Enzenhofer rechnet mit einer regelrechten Explosion an Schulversuchen. Anlehnen können sich die Schulen nun an das eben vorgestellte Schulmodell OÖ.
Schulversuchsanträge bis 1. Dezember
Bis 1. Dezember müssen Schulversuchsanträge dem Ministerium vorgelegt werden. Mit dem sei das ganze akkordiert, sagt Enzenhofer.
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Alleingang der ÖVP
Das neue Schulversuchmodell ist offensichtlich ein völliger Alleingang der ÖVP. Umfassend informiert scheint man keine andere Fraktion zu haben. Dementsprechend groß ist der Wirbel und die Kritik daran.
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Kritik der SPÖ
SPÖ-Klubobmann Karl Frais ärgert sich, die ÖVP habe ein neues Schulmodell vorgestellt, ohne das zuständige Landesschulratskollegium oder den Bildungsausschuss auch nur zu informieren.
SPÖ spricht von Affront
Mit ihm sei ausgemacht worden, dass Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer mit dem Ministerium noch offene Fragen abklärt und dann ihm, Frais, die Unterlagen zukommen lasse. Dass die ÖVP ohne jede Vorinformation jetzt vorpresche, sei ein unglaublicher Affront.
Parteien einfach ausgeklammert
Bereits am Donnerstagvormittag habe man zudem die Direktoren über die Bezirksschulinspektoren informiert, die anderen Parteien im Land aber einfach ausgeklammert.
Keinerlei Abstimmung
Der Grüne KLubobmann Gottfried Hirz spricht ebenfalls von einem ÖVP-Modell, das mit keiner anderen politischen Fraktion abgestimmt worden sei. Man werde das Modell jetzt aber einmal auf Herz und Nieren prüfen, so Hirz.
"ÖVP-Papierl" als Landesmodell
Die Bildungssprecherin der FPÖ, Helga Moser, schlägt in die gleiche Kerbe: Zuerst sei im Bildungsausschuss ausgemacht worden, das Modell am 24. September vorzustellen, jetzt verkaufe man, so Moser wörtlich, ein "ÖVP-Papierl" als Landesmodell.
Das sei unehrenhaft und eines Landeshauptmanns unwürdig, kritisiert die freiheitliche Bildungssprecherin.
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