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UMWELT |
27.08.2008 |
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Gefahr für heimischen Marienkäfer aus Asien
Er gilt als Wunderwaffe gegen Blattläuse, weil er so verfressen ist. Allerdings ist er damit auch eine Gefahr für die heimischen Marienkäfer: Der etwas größere Bruder aus Asien.
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In französischen Gewächshäusern ist und war er eine sehr willkommene Hilfe. Doch dann flüchtete er in die Freiheit und erobert jetzt in rasantem Tempo Oberösterreich.
Vermehrt sich rasant
Biologen sehen ziemlich schwarz, was die Zukunft der heimischen Marienkäfer betrifft. Der gefräßige Bruder aus China und Japan ist kaum mehr aufzuhalten. Er vermehrt sich rasant. Das hat zum einen damit zu tun, dass er hierzulande keine natürlichen Feinde hat. Zum anderen frisst er fünfmal so viele Blattläuse wie der europäische.
Es ist also nicht verwunderlich, dass er auch robuster und größer ist. Und er vertilgt nicht nur Schädlinge, sondern auch andere Insekten und die Larven der europäischen Marienkäfer. Optisch ist er dem heimischen Marienkäfer sehr ähnlich. Allerdings hat er meist 19 statt sieben Punkten.
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Bereits 2001 in Europa entdeckt
Die ersten freilebenden Exemplare dieser Art wurden - Wissenschaftlern zufolge - bereits 2001 in Europa entdeckt. Heute fühlen sich die Einwanderer aus Asien in ganz Österreich wohl. In Oberösterreich wurde er erstmals im August des vergangenen Jahres gesichtet, wie es heißt, im Innviertel.
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Verstecken sich gern in reifen Trauben
Sorge bereiten die Käfer insbesonders Biologen, die um das ökologische Gleichgewicht fürchten. Aber auch die Winzer in den heimischen Weingebieten sind wenig erfreut über die emigrierten Flugkünstler.
Denn die verstecken sich gern in den reifen Trauben und gelangten dann mit diesen in die Weinpresse. In den USA verursachte die Käferart bereits größere wirtschaftliche Schäden.
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