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MO | 13.02.2012
Eheringe (Bild: APA/GUENTER R. ARTINGER)
UMFRAGE
Sprachlosigkeit ist häufigster Scheidungsgrund
Mangelnde Kommunikation, Egoismus und wirtschaftliche Unabhängigkeit sind laut einer Umfrage die häufigsten Gründe für Scheidungen. Vor allem die unter 30-Jährigen bezweifeln den Sinn von lebenslangen Beziehungen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag vom Linzer Market-Institut veröffentlichte Umfrage.

Kommunikationsmangel
84 Prozent der Österreicher denken, dass der Mangel an Gesprächskultur Schuld an der hohen Scheidungsrate im Land ist. Von den Geschiedenen nennen gar 94 Prozent diesen Missstand als Ursache.

Mehr als 80 Prozent der Befragten glauben demnach, dass in der Ehe zu wenig mit dem Partner gesprochen wird.

Nabelschau
Auf Platz zwei der Gründe wird zunehmender Egoismus genannt. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Partner erleichtert eine Trennung, meinen 82 Prozent der Befragten.
Hitparade der Scheidungsursachen
Das Fehlen eines gemeinsamen Lebensziels (70 Prozent), der Verlust der Überzeugung, dass eine lebenslange Bindung Sinn hat (67 Prozent) sowie der Wertemangel in Hinblick auf Ehrlichkeit und Treue (62 Prozent) liegen noch im obersten Drittel der Scheidungsursachen.
Die Unverzeihlichkeit des Seitensprungs
Die jüngeren Befragten glauben übrigens auch noch überdurchschnittlich oft (64 Prozent), dass ein Seitensprung unverzeihlich sei. Die Geschiedenen selbst sind hier wesentlich pragmatischer: Nur 53 Prozent sehen einen unverzeihbaren Seitensprung als Scheidungsgrund.
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