| |
|
|
|
|
|
|
|
|
 |
 |
CHRONIK |
11.06.2008 |
|
|
|
|
Aufregung über Fußfesseln in Altersheim
Aufregung herrscht im Alters- und Pflegeheim in Attnang-Puchheim. Die Bewohner der Demenzstation sollen mit elektronischen Fußfesseln ausgestattet werden, um eine Flucht aus der Station zu verhindern.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Eröffnung erst vor einem Jahr
Erst vor knapp einem Jahr wurde die Demenzstation mit Schlafzimmern, eigenen Aufenthaltsräumen und einem großen Innenhof im Alters- und Pflegeheim Attnang-Puchheim eröffnet. Auch eine Art Fluchtsicherung war vorhanden.
Altes Sicherheitssystem muss weg
Wollte ein Bewohner den Bereich verlassen, musste er gleichzeitig einen Knopf drücken und an der Tür ziehen. Doch genau dieses Sicherheitssystem muss jetzt weg, so die Heimleitung und der Chef des Sozialhilfeverbands, Bezirkshauptmann Peter Salinger gegenüber der "Vöcklabrucker Rundschau".
Forderung der Heimbewohnervertretung
Gefordert und per Klagen durchgesetzt hat das die Heimbewohnervertretung, eine Funktion, die der Verein für Sachwalter, Patientenanwälte und Bewohnervertretung ausübt.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Fußfesseln statt Sicherheitstür
Statt der Sicherheitstür sollen Fußfesseln kommen, so Salinger. Verlässt ein demenzkranker Bewohner den Bereich, dann geht ein Alarm los, und die Pfleger und Schwestern müssen den Bewohner zur Rückkehr bewegen.
Gleich vor Gericht gegangen
Aus Sicht der Heimleitung wird die Betreuung und Pflege leiden, wenn immer wieder Bewohner zurückgeholt werden müssen. Sauer ist Bezirkshauptmann Salinger vor allem auch, weil die Heimbewohnervertretung nicht das Gespräch gesucht hat, sondern gleich vor Gericht gezogen ist.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Nicht alle können eingesperrt werden
Rosalinde Pimon von der Heimbewohnervertretung verteidigt das Vorgehen. Man könne nicht alle Patienten der Station einsperren, weil das vielleicht nur für einen notwendig ist.
"Keine Fußfessel, sondern Fürsorgesystem"
Es müsse je nach Gesundheitszustand für jeden Bewohner ein Sicherungssystem geben. Und Pimon will auch nicht von Fußfesseln sprechen. Vielmehr handle es sich um ein Fürsorgesystem. Der Sender könne genauso gut an der Kleidung angebracht werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|