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MEDIZIN |
13.12.2007 |
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Studentin nach HPV-Impfung gestorben
Eine 19-jährige Studentin aus Oberösterreich ist drei Wochen nachdem sie die erste Teilimpfung gegen HPV-Infektionen zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs erhalten hatte, in ihrer Wiener Wohnung gestorben.
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Von den Eltern tot in ihrem Bett aufgefunden. |
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Kaum in Verbindung mit Impfung zu bringen
Am Donnerstag erklärte der Wiener Wissenschaftler Elmar Joura von der Wiener Universitäts-Frauenklinik, dass nach den bisherigen Erkenntnissen der Todesfall mit der Impfung kaum in irgendeine Verbindung zu bringen sei.
Zum aktuellen Fall sagte Joura, der für Österreich federführend an den klinischen Studien mit dem HPV-Impfstoff beteiligt war und ist: "Die junge Frau hat am 19. September die erste Teilimpfung gegen HPV bekommen. In der Nacht auf 12. Oktober war sie dann bis 3.00 Uhr in der Früh mit einer Freundin unterwegs und wurde später von den Eltern tot in ihrem Bett aufgefunden."
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"Vermutlich kein ursächlicher Zusammenhang"
Joura: "Wenn eine immunologische Reaktion auf eine Impfung aufgetreten wäre, wäre das entweder gleich oder gar nicht geschehen. Das war nicht der Fall. Nach allem, was man bis jetzt weiß, liegt hier vermutlich kein ursächlicher Zusammenhang vor. Aufgrund des Abstandes von drei Wochen kann wohl nicht einmal von einem zeitlichen Zusammenhang gesprochen werden."
Bei der Häufigkeit von Impfungen insgesamt treten de facto immer auch Todesfälle im wochenlangen oder monatelangen Umfeld von Immunisierungen auf, ohne dass ein Zusammenhang bestehe.
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Nach der ersten Obduktion |
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Keine verwertbaren Hinweise
Eine erste Obduktion am SMZ Ost in Wien habe keine wirklich verwertbaren Hinweise ergeben. Der Bericht der Gerichtsmedizin - hier wurde die Untersuchung wegen des notwendigen Ausschlusses eines Fremdverschuldens zusätzlich angeordnet - sei aber noch nicht fertiggestellt. Eine Woche vor ihrem Tod dürfte die junge Frau an Durchfall gelitten haben, hieß es.
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Gebärmutterhalskrebs und HPV-Impfung
In Österreich erkranken pro Jahr rund 550 Frauen an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Etwa 180 Patientinnen erliegen dieser Erkrankung. Mit der vor kurzem eingeführten HPV-Impfung ließen sich 70 Prozent dieser Fälle verhindern. Auch der Impfausschuss des Obersten Sanitätsrates hat sich für diese Immunisierung ausgesprochen.
Derzeit wird diskutiert, wie man die Impfung in das kostenlose Impfprogramm für Kinder übernehmen könnte. Hier geht es vor allem um die Kosten. Per Immunisierung ließen sich auch 70 Prozent der Zervixkarzinom-Vorstufen verhindern, die in Österreich jährlich zu rund 5.000 gynäkologischen Eingriffen führen.
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Impfstoff ist in Oberösterreich weiter zugelassen. |
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Abwartende Haltung in den Bundesländern
In den Bundesländern zeigt man sich jetzt abwartend. Bevor die Untersuchung des Falles nicht abgeschlossen ist, will man keine Konsequenzen ziehen.
Oberösterreich: Kein Alleingang
Oberösterreich könne keine Maßnahmen im Alleingang beschließen, hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Silvia Stöger (SPÖ). Nach Auskunft des Gesundheitsministeriums sei eine Untersuchungskommission eingesetzt worden, Ergebnisse erwarte man frühestens für Montag. Der Impfstoff sei jedenfalls weiter zugelassen, so das Büro Stöger.
Impfung weiterhin empfohlen
Landessanitätsdirektor Stefan Meusburger empfiehlt die HPV-Impfung weiterhin.
Vorarlberg, Steiermark und Burgenland
In Vorarlberg, der Steiermark und im Burgenland will man die Untersuchungsergebnisse abwarten, bevor man die HPV-Impfung in das öffentliche Impfprogramm aufnimmt oder die Impfkosten fördert.
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ooe.ORF.at; 4.6.07
Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV), die Gebärmutterhalskrebs auslösen können, soll nach den Plänen der ÖVP Oberösterreich künftig "leistbar" werden. Ziel ist, den Selbstbehalt von derzeit 495 auf 270 Euro zu reduzieren.
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