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MI | 11.04.2012
Weiterbildung. (Bild: APA)
UMFRAGE
Geringes Interesse an Weiterbildung
58 Prozent der Österreicher haben kaum Interesse an beruflicher Weiterbildung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS.
8.290 Personen befragt
IMAS befragte über acht Monate hinweg insgesamt 8.290 repräsentativ für die österreichische Bevölkerung über 14 Jahre ausgewählte Leute in persönlichen Interviews.

Mehr Interesse bei jungen Leuten
Die Jugend hatte dabei klar die Nase vorn: Mehr als zwei Drittel der unter 30-Jährigen haben starkes Interesse an Weiterbildung. Ab 50 nimmt die Bereitschaft dann deutlich ab.
Männer wissensdurstiger als Frauen
Die Männer sind mit 45 Prozent Lernwilligen generell wissensdurstiger als die Frauen (39 Prozent). Betrachtet man aber lediglich das Segment der Berufstätigen, so zeigt die weibliche Bevölkerung sogar etwas mehr Bildungshunger als ihre männlichen Kollegen.

Je höher jemand auf der Karriere- und Einkommensleiter bereits geklettert ist, umso größer ist auch sein Interesse an der Erlangung zusätzlicher Qualifikationen.
Die Bedeutung des Berufslebens für das Weiterbildungsinteresse zeigt auch ein Blick auf die älteren Arbeitnehmer.

Während im Bevölkerungsdurchschnitt nicht einmal mehr jeder zehnte über 60-Jährige noch etwas dazulernen will, entpuppten sich jene aus dieser Altersgruppe, die noch aktiv im Erwerbsleben stehen, als recht eifrig: Ein Viertel von ihnen möchte seine Kenntnisse aufpolieren.
Nur vereinzelte Kursteilnahme
Mit der Umsetzung ihrer Vorsätze sind die Österreicher jedoch säumig: 72 Prozent der Gesamtbevölkerung haben in den vergangenen zwei Jahren keine berufliche Weiterbildungsveranstaltung besucht. Auch unter jenen, die prinzipiell Interesse bekundet haben, fand nur jeder Zweite tatsächlich den Weg in den Kursraum.
Weiterbildung am Arbeitsplatz
Der Großteil der beruflichen Weiterbildung erfolgte am Arbeitsplatz selbst. 27 Prozent der Erwerbstätigen nahmen in den vergangenen zwei Jahren dort an einer Lehrveranstaltung teil.

Von den außerbetrieblichen Einrichtungen schnitt das WIFI (sechs Prozent) am besten ab, Volkshochschule und BFI (jeweils drei Prozent) wurden seltener in Anspruch genommen.
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