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MI | 11.04.2012
Christoph und Manuel Mitasch (Bild:APA)
AUS OBERÖSTERREICH
Brüderpaar erneut Jonglier-Weltmeister
Das oö. Brüderpaar Christoph und Manuel Mitasch aus Gallneukirchen hat sich erneut den Jonglier-Weltmeistertitel in Winston-Salem (North Carolina) in den USA geholt.
21 und 25 Jahre alt
Der 25-jährige Christoph Mitasch ist Absolvent der Fachhochschule Hagenberg und arbeitet als IT-Consultant, sein 21-jähriger Bruder Manuel hat nach der Matura kürzlich seinen Zivildienst abgeleistet.

Brüder jonglieren seit über einem Jahrzehnt
Das Jonglieren haben die beiden vor über zehn Jahren als ihre große Leidenschaft entdeckt. Angefangen hat ihr Vater Günter damit, der Jonglier-Virus breitete sich dann aber auf die ganze Familie aus.

Nach einigen Gastspielen beim Linzer Pflasterspektakel folgten Teilnahmen bei Jonglier-Conventions im In- und Ausland sowie Fortbildung, unter anderem beim großen russischen Jongleur Sergej Ignatow und beim Ukrainer Viktor Kee, der jahrelang im Cirque du Soleil begeisterte.
Weltrekord mit neun Keulen
Vor zwei Jahren traten sie erstmals bei der Weltmeisterschaft in den USA an und gewannen auf Anhieb. Davor hatten sie einen Weltrekord mit neuen Keulen aufstellen können. Im heurigen Frühjahr stellten sie drei weitere mit neun, zehn und elf Keulen auf.

Bereits 60. Weltmeisterschaft dieser Art
Die diesjährige von der Internationalen Jonglier-Vereinigung (IJA) organisierte Weltmeisterschaft war die 60. dieser Art. Deswegen war der Andrang besonders groß - 1.000 Teilnehmer traten an.

Größte Konkurrenz aus Japan
Den Oberösterreichern war bald klar, dass die größte Konkurrenz erneut aus Japan kam. Die Brüder Atsushi und Takashi Kikyo wollten unbedingt gewinnen, nachdem sie 2005 von den Mitasch-Brüdern geschlagen worden waren.
Diese hatten ihren Auftritt ihre Weltmeisterschaftsnummer schon vor mehr als einem Jahr zusammengestellt. Sie begann mit Jonglierringen, zuletzt waren elf Ringe im Spiel. das hatte noch nie ein Team auf der Bühne gezeigt.
Spezialität: Jonglage mit Keulen
Es folgte die eigentliche Spezialität der beiden, die Jonglage mit Keulen. Dabei kamen statt normalen besondere, im Dunklen leuchtende Keulen zum Einsatz. Sie erzeugten ein rot-blau-gelb schimmerndes Kunstwerk im Dunklen.
Beinahe perfekter Auftritt
Es gelang ein beinahe perfekter Auftritt. Doch danach boten auch die Kikyo Brothers eine tolle Show. Schließlich zog sich die achtköpfige, aus Top Jongleuren und ehemaligen Gewinnern der Weltmeisterschaft bestehende Jury zur Beratung zurück.

Nach 20 Minuten bangem Warten das Ergebnis: Die Mitasch-Brüder wurden erneut Weltmeister, die Kikyos Brother landeten auf Platz zwei, Genetic Fallout aus den USA auf Platz drei. Nach einer kurzen Verschnaufpause gehen die beiden Oberösterreicher Ende August wieder auf Reisen. Sie sind als "Special Guest" zum international angesehenen Jonglier-Festival in Haifa, Israel, eingeladen.
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