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MI | 11.04.2012
Dachstein-Eishöhle (Bild: APA)
WELTERBE
Kunstuni gestaltet die Dachsteinhöhlen
"Alles neu" heißt es in den kommenden Jahren in der Region Dachstein Welterbe. Die Landschaft, Seilbahnkabinen und das Innere der Höhlen sollen in einem noch attraktiveren Licht erstrahlen. Den Auftrag hat die Kunstuni bekommen.
Studierende und das Team von "Raum und Designstrategien" gestalteten eine "Neuinszenierung" der zum Welterbe gehörenden und jedes Jahr von zigtausenden Menschen besuchten Sehenswürdigkeit. Die Gestalter und der Eigentümer der Höhlen, die Bundesforste, stellten das Projekt am Montag in Linz vor.

"La Linea_Höhenscan"
Die bereits ab heuer erlebbare Inszenierung bezieht sich darauf, dass Menschen überwältigt vom Naturschauspiel der Höhlen dort bereits vor tausenden Jahren Spuren in Form von Kunst hinterlassen haben. Das soll jetzt mit zeitgenössischen Mitteln wiederholt werden.

Das Projekt sieht unter anderem einen "La Linea_Höhenscan" vor, bei dem eine um 180 Grad geschwenkte Laserlinie die bewegte Oberfläche der Mammuthöhle an der Höhlenwand nachzeichnet. Die Figuren, die dabei entstehen erinnern an die Zeichentrickfigur des italienischen Cartoonisten Osvaldo Cavandoli.
Projekt "Klettermax"
Das von ihm geschaffene großnasige, stets nörgelnde Männchen "La Linea" hat deshalb der Lichtinstallation den Namen verliehen. Ein weiteres Projekt ist ein kleiner "Klettermax", der scheinbar über Höhlenwand huscht.

In Wahrheit handelt es sich um eine Projektion, die außerhalb der Höhle mit Bluebox-Technik gefilmt wurde. Der Kletterer soll an die Erforschung der Höhlen erinnern.
Pulsierende Licht- und Sound-Installation
Mit "Lichteinfälle" - ein Spiel aus Licht und Schatten - soll der Höhlenraum scheinbar ein Fenster nach außen bekommen. Die Gesteinsmassen über den Höhlen sollen so in der Vorstellung der Besucher verschwinden.

In einer weiteren, sich im Raum dynamisch entwickelnde und im Rhythmus des menschlichen Atems pulsierende Licht- und Sound-Installation "Breathe" soll die Rieseneishöhle als "lebender Organismus" erlebt werden.

Wenn Besucher ihren Atem damit synchronisieren, entsteht für sie das Gefühl im Inneren eines "Lebewesens" Teil des Dachsteinmassivs zu werden, außerdem wird damit die stetige Veränderung der Eisformationen thematisiert.
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