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SIEBEN JAHRE |
10.02.2007 |
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Mutter sperrte Töchter sieben Jahre lang ein
Eine 53-jährige Mutter aus dem Großraum Linz soll ihre jetzt 14, 18 und 21 Jahre alten Töchter rund sieben Jahre in ihrem Haus von der Außenwelt abgeschottet haben.
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Im Oktober 2005 schritt die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung ein und entzog der Frau die Kinder, berichtete die Tageszeitung "Österreich" in ihrer Samstag-Ausgabe. Seitens der Behörden sei während dieser Zeit aber viel unternommen worden, so ein Jurist.
Alle sozialen Kontakte abgebrochen
Bereits kurz nach der Scheidung der Frau soll sie sich mit ihren drei Töchtern in ihrem Haus verbarrikadiert haben. Den Schulbehörden erzählte die Frau, dass sie ihre Töchter selbst unterrichten werde, die daraufhin den häuslichen Unterricht auch genehmigten, so die Behörde.
Zudem brach sie alle sozialen Kontakte ab und ließ das Haus verwahrlosen, so die Zeitung. Gegenüber dem Vater gab sie an, die Kinder wären krank oder bei ihrer Großmutter.
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Jugendgericht eingeschaltet
Anfänglich habe die Frau noch mit den Behörden kooperiert, so die Bezirkshauptmannschaft. Man habe aber dennoch kurz nach der Scheidung das Jugendgericht eingeschaltet. Es wurden zudem laufend Tagsatzungen bei Gericht durchgeführt und die Ärzteschaft eingeschaltet, so der Jurist.
Als sich die Informationen über die "katastrophalen sanitären" Zustände aber verdichteten, sei man eingeschritten und habe der Mutter, in Rücksprache mit dem zuständigen Pflegschaftsgericht, die Kinder abgenommen, so der Jurist.
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Töchter befinden sich in Therapie
Die offensichtliche Erziehungsunfähigkeit der Mutter, ihre mangelnde Kooperation mit den Behörden und Hinweise auf eine vermüllte Wohnung hätten schließlich zur Räumung des Hauses geführt, so die Behörde.
Die drei Töchter befinden sich seitdem in Therapie, die zwei jüngeren würden sehr gute Fortschritte machen. Die Mutter befindet sich in U-Haft in einer Sonderabteilung. Sie wird sich in Kürze vor Gericht verantworten müssen.
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Appell an die Medien
Die Sachwalterin zweier Töchter, Margreth Tews, richtete am Samstagnachmittag einen dringenden Appell an die Medien, die drei Töchter so weit wie möglich aus der Berichterstattung herauszuhalten.
Es sei jetzt die letzte Chance, die drei wieder in ein normales und selbstständiges Leben zu integrieren, so Tews. Auch im Fall "Kampusch" hätte man dem Opfer die Chance gegeben, selbst zu entscheiden, wann man an die Öffentlichkeit gehe.
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Untersuchung gefordert
Der oberösterreichische SPÖ-Klubobmann Karl Frais forderte am Samstagnachmittag eine Untersuchung durch den Landesschulrat, ob eventuelle Kontrollmechanismen seitens des zuständigen Bezirksschulrates Urfahr-Umgebung versagt hätten.
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ORF.at
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