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ZITATE |
08.02.2007 |
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Diskussion um Hirtenbrief
Der neue Fastenhirtenbrief von Diözesanbischof Ludwig Schwarz orientiert sich an Gedanken, die der Schweizer Bischof Kurt Koch bereits vor drei Jahren an seine Gläubigen gerichtet hat, allerdings, ohne den Urheber zu zitieren.
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Kritik heimischer Theologen
Diözesanbischof Schwarz hat die Gedanken seines Schweizer Kollegen streckenweise wortwörtlich in den Hirtenbrief übertragen.
Die Kritik heimischer Theologen stößt sich vor allem daran, dass sich Bischof Schwarz kaum die Mühe gemacht habe, die Gedanken seines Schweizer Vordenkers so umzuformulieren, dass sie seine persönliche Note erhalten.
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Vorläufige Fassung veröffentlicht
Der Diözesanbischof erklärt das in einer Aussendung damit, dass an das "Linzer Diözesanblatt", in dem der Text erschienen ist, "ein nicht ganz fertig ausgearbeitetes, handschriftliches Manuskript" weitergegeben worden sei. Er habe das Manuskript in einer vorläufigen Fassung weitergegeben. "Dadurch sind weder die geplanten Überschriften enthalten, die Schriftzitate sind nicht angeführt und die Fußnoten mit dem Hinweis auf die Quellen nicht vorhanden", erklärte Schwarz.
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Gemeinsame Exerzitien
Er kenne Koch persönlich und habe 2004 zum Thema Berufung gemeinsam mit ihm Exerzitien gemacht. Koch habe diese gemeinsamen Beratungen in seinem Hirtenbrief "sehr gut auf den Punkt gebracht". Das habe Bischof Schwarz im allgemeinen Teil seines Hirtenbriefes aufgenommen.
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Zitate
So schreibt etwa der Schweizer Bischof Koch: "Als Bischof erfüllt es mich mit Sorge und Schmerz, dass wegen des großen Priestermangels viele Pfarreien heute nicht mehr an jedem Sonntag die Eucharistie feiern können. Sie ist aber seit den ältesten Zeiten der Kirche der Sonntagsgottesdienst schlechthin. Sie ist Quelle, Mitte und Höhepunkt des kirchlichen Lebens."
Dieser Absatz liest sich bei Bischof Schwarz so: "Als Bischof erfüllt es mich daher mit Sorge und Schmerz, dass wegen des gegenwärtigen Priestermangels so manche Pfarre nicht mehr jeden Sonntag die Eucharistie feiern kann. Diese ist aber seit den ältesten Zeiten der Sonntagsgottesdienst schlechthin. Sie ist Quelle, Mitte und Höhepunkt des kirchlichen Lebens."
Ein anderes Beispiel, das Original wieder von Bischof Kurt Koch: "Ich bitte Sie, liebe Schwestern und Brüder, auch um Ihre Mitverantwortung. Denn bei der Weckung neuer Priesterberufungen und bei der Berufungspastoral überhaupt kommt den Pfarreien eine unersetzliche Aufgabe zu."
Bei Ludwig Schwarz liest sich diese Passage so: "Ich bitte Sie, liebe Schwestern und Brüder, dabei auch um Ihre Mitsorge und Mitverantwortung, denn bei der Berufungspastoral und speziell bei der Weckung neuer Priesterberufungen kommt den Pfarren eine unersetzliche Aufgabe zu."
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Zwei Drittel des Schweizer Hirtenbriefs, der im Advent 2004 veröffentlicht wurde, finden sich auf diese Weise im Hirtenbrief, der zweieinhalb Jahre später die Seelen der oberösterreichischen Katholiken erbauen und aufrütteln soll.
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