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DI | 14.02.2012
Gleise (Bild: APA)
LOKALBAHN
Tauziehen um die Haager Lies
Am Samstag läuft der Vertrag zwischen dem Betreiber Stern & Hafferl und den ÖBB aus, denen die Strecke eigentlich gehört. Die Lokalbahn Lambach-Haag werde aber nicht eingestellt, sagt Verkehrsreferent Erich Haider (SPÖ).
Historisches Unikum
Die 105 Jahre alte Bahnlinie ist ein historisches Unikum, und das macht die Sache nun so kompliziert. Die Strecke und die beiden Triebwagen gehören den Österreichischen Bundesbahnen. Der Betrieb wird aber von der Gmundner Firma Stern & Hafferl abgewickelt, die sowohl Gleisanlagen als auch Fahrzeuge von den ÖBB mieten.

Die Betreibergesellschaft wiederum bekam heuer vom Land etwa 490.000 Euro für die Verkehrsdienstleistung. Letztes Jahr hätte Stern & Hafferl den Verkehr am liebsten schon eingestellt, weil das Land die Instandhaltung der Strecke nicht bezahlt habe.
Einstellung der Strecke nicht beantragt
Die Bundesbahnen wiederum wollten jetzt den Vertrag für die Streckenvermietung auslaufen lassen. Das sei aber nicht möglich, so Verkehrslandesrat Erich Haider. Denn dafür hätten die ÖBB bei der Eisenbahnbehörde die Einstellung der Strecke beantragen müssen, und das sei nicht geschehen.
Vertrag für ein weiteres Jahr
Laut Haider bleibe der Vertrag damit für ein weiteres Jahr aufrecht. Und er stellt klar, dass für ihn eine Einstellung der Haager Lies auf keinen Fall in Frage komme. Am Donnerstagnachmittag findet ein Gespräch zwischen dem Verkehrsreferenten und Vertretern von ÖBB und Stern & Hafferl statt. Dabei soll es laut Haider um die Sicherung des Betriebes der Haager Lies gehen.

Westbahn-Ausbau als Hürde
Ein spezielles Problem bereiten dabei die Pläne der ÖBB, die Westbahn zwischen Lambach und Breitenschützing zur Hochleistungsstrecke auszubauen. In diesem Bereich fährt die Lokalbahn derzeit auf den Gleisen der Westbahn. Der Ausbau würde ein drittes Gleis für die Haager Lies nötig machen, und das wollen die ÖBB mangels eigenen Bedarfs nicht bezahlen.
Haider verlangt Kostenplanung
Die Kosten werden derzeit mit sieben Millionen Euro beziffert, ein andermal sei hingegen von zwölf Millionen die Rede gewesen, so Haider. Er verlangt von den ÖBB, im kommenden Jahr eine detaillierte Kostenplanung vorzulegen.
Die Haager Lies werde auf jeden Fall weiter betrieben, so Haider auch in Richtung der Betreibergesellschaft Stern & Hafferl. Dort hofft man nun darauf, dass das Land auch die Instandhaltung der Strecke bezahle.
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